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Eine Hand voll Minimalforderungen - grüne Geradeauspfeile für Radfahrer und so...

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Eine Hand voll Minimalforderungen - grüne Geradeauspfeile für Radfahrer und so...

Mein kleiner, kompakter Minimalforderungskatalog - auch, aber nicht nur für Berlins Kreuzungen:

- Rechtsabbiegen stadtweit immer nur einspurig.

- 15m vorgezogene Aufstellflächen für Radfahrer über die gesamte Breite aller vorhandenen Fahrbahnspuren für alle Richtungen an jeder ampelgeregelten Kreuzung der Stadt.

- Keine Radverkehrsführungen für Linksabbieger, die zu längerer Ampelwartezeit oder gar mehr abzuwartenden Ampelphasen führen, als sie linksabbiegende Kfz an derselben Kreuzung haben.

- Verbot von längeren Grünphasen von Hauptampeln gegenüber Fahrradampeln für die gleiche Richtung.

- Bettelampeln für Radfahrer Innerorts verbieten - außer dort, wo Grün innerhalb 10 Sekunden nach Knoppfdruck garantiert wird.

- LKW Abbiegen nur in Schrittgeschwindigkeit erlauben. Technische Einrichtungen forcieren, die Lkw automatisch bei Lenkereinschlag sukzessive auf Schrittgeschwindigkeit unumgehbar abbremsen.

- An Kfz-ampelstauaffinen, mehrspurigen Kreuzungen jeweils für geradeausfahrende, rechtsabbiegende und linksabbiegende Radfahrer exklusive Räume schaffen, die ein Passieren der Kreuzung ohne zeitliche Beeinträchtigung durch sich stauende Kfz garantieren. Alles links des Bordsteins.

- Im Herbst/Winter Laub/Eis/Schnee, das/der nicht direkt abtransportiert werden kann, zunächst von den für Fußgänger vorgesehenen Flächen entfernen, dann von den für Radfahrer vorgesehenen Flächen sofern vorhanden und zuletzt dann von den restlichen Flächen. Diese Priorisierung in den Verwaltungsvorschriften festschreiben.

- Kein an einer Straße gelegenes Schultor in der Stadt mehr ohne geregelte Querungsmöglichkeit in maximal 50m Entfernung (Ampel, Zebrastreifen, verkehrsberuhigter Bereich, echte Spielstraße etc.)

- Geschwindigkeitslimits durchsetzen: tausend neue, stationäre Blitzer für die Stadt. Intensivtäter nicht nur mit Bußgeld/Fahrverbot behelligen, sondern je nach Höhe der Überschreitungen nach 5-10 Überschreitungen/2 Jahre Wiederholung der Führerscheinstelle melden (Stichwort: Eignung ein KFZ zu führen)

- Verniedlichungsquote einführen: Berliner behördenintern Für jede Verwendung der Verniedlichungsform "Radler" für "Radfahrer" auch einmal die Verwendung von "Autler" (<- Ja, das Wort kennt der Duden) für "Autofahrer" vorschreiben. Oder es einfach mit dem Verniedlichen ganz sein lassen.

- Benutzungspflicht in Berlin restlos abschaffen. --> "gute" Radwege brauchen keine Benutzungspflicht. Wer Benutzungspflicht anordnet, weiß, dass seine Radwege nicht tauglich sind.

- Baustellenabsicherer, die nicht von einer Behörde angeordnete Schilder aufstellen genauso behandeln, wie jeden anderen Bürger auch der anfängt eigenmächtig Amtliche Verkehrszeichen aufzustellen. --> Die ganze Härte des Gesetzes.

- Bei der Formulierung von Meldungen der Pressestelle der Berliner Polizei zu Unfällen zwischen verschiedenen Verkehrsteilnehmergruppen, darauf achten, dass die Begriffe "übersehen", "ohne auf den Verkehr zu achten", "missachten", "ignorieren" und "konnte nicht mehr rechtzeitig bremsen" zur Beschreibung des Verhaltens des jeweiligen mutmaßlichen Unfallverursachers, gleichmäßig über die verschiedenen Verkehrsteilnehmergruppen verteilt werden - oder konsequent immer dieselbe Formulierung verwenden.

- In allen Fahrradstraßen mit Freigabe für Anlieger: KFZ-Durchgangsverkehr durch Poller verunmöglichen. (Flexible Poller wegen Feuerwehr , Krankenwagen etc.)

[Fortzsetzung wegen Platzbeschränkung im Kommentarbereich unten]

Die Bewertung dient der Ermittlung einer Top-20-Liste, weitere Infos dazu hier.

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0 Teilnehmer/innen lehnen den Vorschlag ab
 
Kommentar Nr. 1

FORTSETZUNG Minimalforderungskatalog

1

Aufgrund Platzmangel im obigen Beitrag, hier die Fortsetzung:

- stadtweites Pilotprojekt "unsichtbarer grüner Rechtsabbiegerpfeil" für Radfahrer Überall dort wo nicht explizit anders beschildert.

- stadtweites Pilotprojekt "grüner Geradeauspfeil für Radfahrer" natürlich beschildert und erst mal an ca. 100 ausgewählten Kreuzungen.

- Die rechte Begrenzung von Rad- und "Schutz"streifen immer mit mindestens 1 m Abstand zu Parkplätzen am Fahrbahnrand markieren. Dort wo bereits solche Streifen anders markiert wurden - Radfahrer also in die sogenannte Dooringzone genötigt werden, entweder die Parkplätze oder den Rad- bzw. "Schutz"streifen wieder entfernen.

- Die linke Begrenzung von Rad- und "Schutz"streifen als Doppellinie mit min. 70cm zwischen den beiden Linien der Doppellinie ausführen. (Voraussetzung links keine parkenden Autos, sonst 120cm zwischen den linken Begrenzungsdoppellinien.

- Zahl der Fahrradstraßen in Berlin verhundertfachen.

- Irgendwann den Mut auch zur einen oder anderen echten Fahrradstrasse (=ohne Anlieger frei) finden.

FORTSETZUNG IM ZWEITEN KOMMENTAR

Kommentar Nr. 2

2.FORTSETZUNG Minimalforderungskatalog

2

- Endlich mal in der jährlichen "Sonderuntersuchung Radverkehr" die Zahlen nennen, bei wie vielen Prozent aller Unfälle mit Personenschaden zwischen einem Radfahrer und einem Autofahrer der Autofahrer der Hauptverursacher war. bundesweit sind es gemäß Deutschem Statistischen Bundesamt >70%) oder wahlweise dieselbe Nonsense-Statistik mit den eingerechneten Alleinunfällen und Unfällen nur zwischen Radfahrern, an denen naturgemäß Radfahrer zu 100% schuld sind, auch jährlich analog berechnet für den KFZ-Verkehr veröffentlichen. Und die Zahl dann jedes Jahr auch wieder als "bemerkenswert" bezeichnen und sich damit dann vollends der statistischen Lächerlichkeit preisgeben.

- Niemals nie Radwege durch auf Bus & Bahn wartende Fußgängertrauben führen. Und schon garnicht dazu zwingen. Stichwort Haltestellenkaps.

- Nicht nur werbewirksame Kampagnen wie diese hier fahren, sondern auch mal mutig handeln. Und in Sachen Kosten auch mal lieber Menschen retten als Banken oder die Autoindustrie (Stichwort Abwrackprämie). Und lieber mal tausend Fahrrad (und/oder auch echte Spielstrassen anlegen, als 3km oder so Autobahn oder so fürs gleiche Geld (Stichwort A100).

Vielen Dank für die Aufmerksamkeit :)

Kommentar Nr. 3

= Gleichberechtigung

3

Danke für die ausführliche Beschreibung echter Gleichberechtigung im Straßenverkehr. Kann mich nur anschließen. Das macht dann auch die Benennung einzelner Kreuzungen überflüssig.

Kommentar Nr. 4

Noch 2 Punkte vergessen:

4

- Fahrradbuegel und Vermietstationen nicht auf Gehwegen, sondern auf Parkplaetzen am Fahrbahnrand (siehe auch https://radsicherheit.berlin.de/vorschlag/fahrradbuegel-nicht-auf-gehweg... )

- Fußgängerampeln stadtweit so schalten, dass von beiden Straßenseiten aus auch ein in normaler Geschwindigkeit gehendes, 5-jähriges Kind innerhalb einer Grünphase auf die andere Seite gelangen kann. Kein Erzwungenes Warten auf Mittelinseln mehr - insbesondere für Kinder.

Kommentar Nr. 5

Radler=Verniedlichung?

5

Hab ich so nie gesehen bisher und bezeichne mich selbst aus Abkürzungsgründen auch oft so. Ansonsten eine schöne Utopie, das möchte ich in Auto-Deutschland mal erleben, dass das irgendwo Wirklichkeit wird...

Kommentar Nr. 6

@micimicki

6

Naja, ok. Ich bin ja kompromissbereit und verzichte ggf. Auch auf die Verniedlichungsquote, wenn alle anderen Minimalforderungen erfuellt werden.

Nichtsdestotrotz: Die Woerter "Radler" und "radeln" sind Verniedlichungsformen von Radfahrer und radfahren. Analog zu den Beiden kennt der Duden auch "Autler" und "auteln". Ist doch seltsam, dass die eine Art der Fortbewegung staendig verbal verniedlicht wird, waehrend die Verniedlichung der Anderen so voellig aus der Mode gekommen ist.

Kommentar Nr. 7

p.s:

7

...Jetzt hatte ich doch glatt unter dem ersten Absatz des vorigen Kommentars den Smiley vergessen. Hiermit sei er nachgereicht: ;-)

Kommentar Nr. 8

Werter Stalefish

8

wenn sie noch eine bezahlbare Wohnung haben wollen, müssen sie ihre Forderungen überarbeiten. (Ich denke da an den Bau von Wohnungen, Unterhalt, Nebenkosten - Reparaturen), auch die Lieferwagenfahrer, die ihnen die Lebensmittel bringen, kommen nicht mehr in die Stadt. Das Gewerbe und Industrie verlässt die Stadt. Die Stadt wird verarmen. Die großen Einkaufszentren werden vor der Stadt gebaut (Logistic). Dann bekommen sie leihweise einen Bollerwagen und können damit ihren gekauften Kühlschrank transportieren.

Der Krankenwagen wird bei Eis und Schnee nicht mehr kommen, da erst die Radfahrwege geräumt werden müssen. Und Amazon wird auch nicht mehr liefern, da die Extrem-Fahrradstraße (radikal) den Postwagen und Handwerker aussperrt.

Ich als selbständiger Handwerker fahre auch jetzt nicht mehr in die Innenstadt (Parkraumbewirtschaftungszone), da mir die Ausnahmegenehmigung zu teuer ist. Sollen halt andere machen und das auf den Preis aufschlagen.
base51

Kommentar Nr. 10

Stalefish for Fahrradbeauftragter!!

10

Danke fuer die Zusammenfassung. Gute Arbeit. Grusz. Anselm

Kommentar Nr. 11

@anselm

11

Irgendwie will Berlin gar keinen Fahrradbeauftragten mehr, weil ja fahrradmäßig inzwischen sowieso alles so toll ist in Berlin: http://bit.ly/Q2kAcF

Bestätigt ja auch dieser Online-Dialog hier. Kaum Resonanz, so gut wie kein Gefahrenpunkt gemeldet. :-/

Und als es noch Fahrradbeauftragten gab hörte ich, dass der hart um die Erstattung jedes BVG Einzelfahrscheins fechten musste, wenn er mal einen brauchte, um zu irgendeinem Treffen ans andere Ende der Stadt zu fahren.

Nee. Das war zwar ein ehrenwerter Job - aber wohl unter unwürdigen Bedingungen.

Aber Danke für die Stimme. Ich fühl mich geschmeichelt ;-)

Kommentar Nr. 12

@base

12

Ihr Horrorszenario entbehrt m.E. jeder Grundlage: Bis auf die "eine oder andere" echte Fahrrad- oder Spielstraße die ich da irgendwo fordere, wird durch keinen meiner Punkte die Zufahrt zu irgendeinem derzeit erreichbaren Punkt der Stadt verunmöglicht.

Bezüglich Eis & Schnee und Karankenwagen: Auch nach sorgfältiger Durchsicht finde ich in meinem Vorschlag keine Stelle, die das Räumen von Fahrbahnen irgendwie verbieten sollte.

Und zu den Einkaufzentren: Die Dinger werden leider bereits heute vor der Stadt gebaut (gut. In der Stadt will ich sie lieber auch nicht haben. Ich persönlich bevorzuge den echten Einzelhandel stark. Aber tut ja nix zur Sache.), aber ich sehe nicht, inwiefern die Umsetzung meiner Vorschläge da egal ob im Guten oder Schlechten was dran ändern könnte.

Kommentar Nr. 13

Ergaenzungen/Korrekturen

13

Im ersten Kommentar sollte es zu den "Schutz"streifen natuerlich heissen: "Voraussetzung RECHTS keine parkenden Autos.

Und ergaenzend sei angemerkt, dass wenigstens an 3-spurigen Strassen - wie beispielsweise der Danziger - man schlicht die rechte Spur komplett als Fahrradspur ausweisen kann / sollte. Da koennten dann auch ausnahmsweise mal die Parkplaetze problemlos weiterexistieren.

Kommentar Nr. 14

@stalefish: Und ich möchte zum Kommentar "Schutz"streifen/Parkspur noch ergänzen,

14

dass auf zahlreichen Berliner Dämmen problemlos alle parkenden Fahrzeuge auf dem Mittelstreifen Platz hätten und eine rechte Parkspur überflüssig werden könnte.
Und wenn schon eine rechte Parkspur sein muss, dann sollten darauf auch Parkvorrichtungen für Fahrräder vorhanden sein.

Sind doch alles sehr realistische Forderungen im Minimalkatalog!
Volle Unterstützung.
Wäre mal gespannt auf die Maximalforderungen....

Kommentar Nr. 15

Ähnlicher Vorschlag: "BVV Friedrichshain-Kreuzberg: Leitlinien für einen fahrradfreundlichen Bezirk"

15

Schaut mal in den Bürgerantrag an das Bezirksamt:
http://www.berlin.de/ba-friedrichshain-kreuzberg/bvv-online/vo020.asp?VOLFDNR=5095&options=4
Das wurde letztes Jahr beschlossen, aber irgendwie nicht weiterverfolgt...

Kommentar Nr. 16

@optimist

16

Ganz erstaunlich der verlinkte Beschluss!

Bis darauf, dass da irgendwer meint, mit durchgezogenen statt gestrichelten Linien irgendwie mehr Sicherheit schaffen zu können und dabei übersieht, dass damit zwangsläufig einfach nur wieder Benutzungspflicht eingeführt und das Revierverhalten nochmals verstärkt würde, wirklich Alles sehr gut und sich wirklich in einigen Punkten 1:1 mit meinen Minimalforderungen deckend.

Allerdings ist da auch viel von übergeordnetem Straßennetz zu lesen. Und da hat der Bezirk doch m.W. garnichts zu melden, sondern der Senat. Und diesbezügliche Beschlüsse greifen beim Bezirksamt daher ins Leere. Oder?

Kommentar Nr. 17

UPDATED: Eine Hand voll Minimalforderungen - Reduziert auf ABBIEGEKONFLIKTE

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Hallo Allerseits,

Da durch die Moderation eine Kategorisierung der Vorschläge in "Abbiegekonflikte" und "Sonstiges" unter vorgenommen wurde, dieser Beitrag hier unter "Sonstiges" eingeordnet wurde und zwar nachvollziehbar aber trotzdem schade evtl. zu befürchten ist, dass Vorschläge unter "Sonstiges" keine oder nur geringe Beachtung beim Senat finden, habei ich unter eine auf das Thema "Abbiegekonflikte" reduzierte und modifizierte Version meines Minmimalforderungskatalogs hinterlegt.

Sie findet sich unter:

bit.ly/1gGsJBk

Hoffend auf zahlreiche Unterstützer in den wenigen verbleibenden Tagen,
stalefish

Kommentar Nr. 18

Danke, ich hätte es nicht besser sagen können.....

18

..... und ein wenig OffTopic an dieser Stelle mal ein Lob an die Pressestelle der Polizei, die bei Unfällen mit Radfahrern seit geraumer Zeit konsequent auch die Verletzungen der beteiligten Autofahrer erwähnt, sie z.B. hier:

http://www.berlin.de/polizei/presse-fahndung/archiv/392461/index.html

Kommentar Nr. 19

update vom update

19

Dankenswerterweise wurde dieser Vorschlag nun doch in die Kategorie "Abbiegekonflikte" umsortiert. (Tatsaechlich ohne mein Zutun).

Damit ist der bereits weiter oben verlinkte Eintrag ( bit.ly/1gGsJBk ) fast obsolet, da er nur abbiegekonfliktbezogene Teile des Ursprungsbeitrags hier wiederholt.

Hoechstens als Ergaenzung bleibt er sinnvoll, da er im Gegensatz zum hiesigen Vorschlag zu den Forderungen auch Begruendungen liefert, fuer die hier kein Platz war.

Kommentar Nr. 20

Radspur - Busse, Taxen frei

20

Noch eine Ergänzung zu deinen Forderungen, gilt für alle Straßen mit Busspuren, auf denen Radfahrer, wie im Übrigen auch Taxen, nur zu "Gast" sind, wie es hier schon irgendwo so passend formuliert wurde:

Man ersetzte Busspur-Zeichen durch Fahrrad-Zeichen (237), jeweils mit BUS, TAXI frei. Und damit sich das Z237 nicht auf den neben der Fahrbahn liegenden Radweg beziehen kann, in Form einer Tafel, Z525, siehe hier:

http://bit.ly/19ai2W4

Kommentar Nr. 21

@karsten

21

Z.237 wurde Benutzungspflicht für die Busspur bedeuten. Warum sollte man sowas wollen?! Da ist doch manchmal etwas viel los auf diesen Spuren. Und dann bin ich froh, auch eine Spur weiter Links fahren zu können. Nee.Sowas passt gar nicht in meine Liste. Ich hab auch weder mit Bussen noch Taxen auf diesen Spuren irgendein Problem, weil ich öffentlichen Nahverkehr für eine ziemlich gute Sache halte, die ebenso wenig wie Radfahrer im Stau stecken bleiben sollte.

Kommentar Nr. 22

@karsten 2

22

Sorry, aber ein Punkt meines Katalogs ist ja die restlose Abschaffung von Benutzungspflicht. Und damit meine ich wirklich alle Benutzungspflicht. Nicht nur die für Wege rechts des Bordsteins.

Kommentar Nr. 23

Stimmt irgendwie

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Auf die Idee bin ich auch spontan gekommen, nachdem ich hier die Beiträge vom "lebendgefährlichen Ku'damm" gelesen habe. Faktisch würde sich durch die Beschilderung dort Nichts ändern, außer dass Bus- und Taxifahren klar signalisiert wird, dass nicht mehr die Radfahrer, sondern sie der "Gast" auf den Spuren sind.
Von der Benutzung der Spur bist du sowieso entbunden, wenn du sie nicht benutzen kannst, z.B. durch stehende Fahrzeuge, oder aber dich zum Linksabbiegen einordnest.

Im Augenblick habe ich aber keine bessere Idee, wie man eine Spur als Radspur, aber ohne Verpflichtung kennzeichen könnte. Man müsste dann schon das Zeichen 237 per StVO umdefinieren, eben als explizite Erlaubnis, nicht als verpflichtendes Gebot. Das wäre wohl eher auch in deinem Sinne.

Kommentar Nr. 24

Das mit dem Ku'damm stimmt

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Ich hab in der Gegend im Sommer für ein paar Wochen gearbeitet und im Gegensatz zu Mitte wo ich sonst unterwegs bin, ist das wirklich ein Unterschied wie Tag und Nacht mit den Busspuren: Am Alex und unter den Linden lässt es sich - finde ich - wirklich gut auskommen mit Bussen und Taxen auf der Spur. Am Ku'damm wird gedrängelt und knapp überholt was das Zeug hält.

Kommentar Nr. 25

"Grüner Pfeil" auch für Radfahrer

25

Zu der o.g. Liste, die ich jedenfalls in Teilen unterstütze, ließe sich noch anfügen: grüner Rechtsabbiegerpfeil für Fahrradfahrer.
Es gibt 1.000 Stellen, wo Radfahrer gefahrlos bei roter Ampel rechts abbiegen könnten, vor allem, wenn es von Fahrradweg auf Fahrradweg geht.

Kommentar Nr. 26

Du bist richtig lustig.

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sehr schön geschrieben. Wir ziehen in Deine Stadt!

Kommentar Nr. 28

ANMERKUNGEN ZUM SCHLUSS I (@Moderation & Senat)

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Zunächst einmal @Moderation:

1) Danke für die wunderbar moderate Moderation. Davon sollte sich so mancher andere Moderator in den Weiten des Internet mal eine fette Scheibe abschneiden.

2) Am Ende des Vorschlagstexts oben stehen so seltsam anmutende spitze Klammern. In der Mitte dieser Klammern hatte ich ursprünglich geschrieben "weiter im ersten Kommentar", da 3000 Zeichen viel zu wenig waren, obwohl ich schon auf Begründungen zu meinen Minimalforderungen durch die knappe Vorgabe notgedrungen weitestgehend verzichtet hatte. aber die Portalsoftware hatte wohl Angst, es würde sich um fiesen HTML-Code handeln und hat im Zuge des Speicherns den Text zwischen den Klammern automagisch entfernt. Vielleicht mögen Sie ihn wieder einfügen, damit dem Senat beim Lesen nicht die Hälfte des Minimalforderungskatalogs entgeht...

@Senat:

1) Zunächst einmal danke für das Portal. Hat mir Spaß gemacht, mal meine Gedanken zur Rad- (und Fußgänger)verkehrssicherheit von der Leber zu schreiben dank des Portals wissend, dass das auch mal jemand lesen wird.

2) Falls Ihnen die eine oder Andere Minimalforderung abstrus vorkommen sollte: Nein. Keine einzige meine ich satirisch. Und falls Ihnen irgendwo nicht einfallen sollte, wie die Begründung für die eine der Forderungen ausshen sollte, dann können sie diese zumindest für die abbiegekonfliktbezogenen Punkte stichpunktartig unter bit.ly/1gGsJBk finden. Den Rest erkläre ich gerne auch auch via Mail oder persönlich, falls Interesse besteht...

Kommentar Nr. 42

@ stalefish

42

Hallo stalefish,
vielen Dank für Ihr Lob und Ihren Beitrag. Ich habe die Änderung ("Fortzsetzung wegen Platzbeschränkung im Kommentarbereich unten") für Sie jetzt eingepflegt.
Viele Grüße
Christian Pump (Moderation)

Kommentar Nr. 29

ANTWORTEN ZUM ABSCHLUSS II

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(Mein Kommentar "ANMERKUNGEN ZUM SCHLUSS (@Moderation & Senat)" wird grade irgendwie noch nicht angezeigt. Ich hoffe, das kommt noch. Ich mache jetzt trotzdem erstmal mit dem 2. Teil weiter. Die Software hier kostet echt Nerven.)

@queue am 9. Dezember 2013 - 16:51: Siehe mein erster Kommentar vom 18. November 2013 - 10:03: Grüner Rechtsabbiegepfeile für Radfahrer sind im Minimalforderungskatalog bereits enthalten - und sogar unsichtbar.

@Optimist: Die Maximalforderungen, auf die mit Spannung gewartet wird: Ich werde den Katalog jetzt nicht komplett aufstellen. Aber das Prinzip ist einfach. Man nehme als Grundlage, was dem Kfz-Verkehr ind Deutschland an Privilegien garantiert wird und schlage noch 20% drauf:

- Schutz- und Radstreifen an Hauptverkehrsachsen zwei- bis vierspurig je Richtung auslegen

- Abwrackprämie für Fahrräder. Mifa ist schon pleite. EUR 2500.- für jedes verschrottete McKenzie, um "notleidende" Fahrradhersteller zu retten.

- Zusatzzeichen "Radfahrer absteigen" aus dem offiziellen Verkehrszeichenkatalog" durch neues Zusatzzeichen "Autofahrer aussteigen"ersetzen.

- Ampeltausch: Hauptampeln an Kreuzungen für Radfahrer und Fußgänger- und Fahrradampeln an Kreuzungen für Kfz als maßgeblich erklären. (empfohlene Lektüre für Autofahrer im Vorfeld: https://www.radverkehrspolitik.de/welche-ampel-gilt-fur-den-radverkehr/ )

- Tiergartentunnel für Kfz sperren und Radfahrern, Skateboardern, Inlineskatern und Joggern zur Verfügung stellen.

etc. pp..

Kommentar Nr. 30

ANTWORTEN ZUM ABSCHLUSS III

30

@Gast am 9. Dezember 2013 - 17:06

Wer ist "wir"? Aber wie auch immer: "Ihr" seid willkommen ;-)

Kommentar Nr. 31

p.s.:

31

...ich hab da noch so einen wirklich völlig unspektakulären Vorschlag in Sachen nicht tödlich gefährlicher Schulweg für 2000 Schüler von bei mir um die Ecke am Laufen, der - wie konnte das passieren - zwischen den ganzen anderen tausenden Beiträgen so völlig untergegangen ist.

Vielleicht gefällt der Vorschlag dem ein oder Anderem doch noch:

http://bit.ly/19dkzPq

Kommentar Nr. 32

Gleichberechtigung schafft Sicherheit

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Fahrbahnverbote machen Radverkehr zum Verkehrsteilnehmer zweiter Klasse. Ausgerechnet die flächenverbrauchenden Verkehrsteilnehmer haben oft den Anspruch, ungehindert schnell zu fahren, und betrachten aus der eigenen Raumnot heraus Radverkehr als Hindernis. Autos sind nicht schneller am Ziel, haben nur sehr wechselnd zu hohe oder gar keine Geschwindigkeit. Die Haltung der Verkehrsverwaltung, Radlern die Fahrbahn zu verbieten, fördert das alltägliche gefährliche Abdrängen des Radverkehrs durch einzelne Rüpelautos.

Kommentar Nr. 33

Opferschutz muss beim Verursacher stattfinden

33

Wenn von Autoverkehr eine Gefahr ausginge, müsste er verboten werden. Tatsächlich verordnet der Gesetzgeber dem Radverkehr viele Einrichtungen, sich vor Autos selbst zu schützen, wie z.B. Fahrbahnverbot, Bettel- oder Spielzeugampeln.
Damit erkennt der Gesetzgeber eine besondere Gefährdung von Zweiradfahrern, sofern sie nicht motorisiert sind. Wer ohne Blechhülle keinen Motor mitbringt, muss vielfach auf Gehsteigen fahren, und darf in diesen Fällen nicht auf die Fahrbahn. Wer ohne Blechhülle mit Motor kommt, muss auf der Fahrbahn bleiben und darf nicht auf Gehsteige (obwohl die überall mit Motorrädern zugeparkt werden).
Wo auch immer eine Gefährdung des Radverkehrs durch Autoverkehr zu der Anordnung eines Fahrbahnverbotes für Radler führt, müssen Gesetzgeber und verantwortungsbewusste Sachbearbeiter Maßnahmen bei potentiellen Schädigern ergreifen, nicht bei den potentiellen Opfern.
In Berlin wird die als Schutz gemeinte Radwegbenutzungspflicht offen missbraucht als: "Räder Aussondern und Behindern".

Kommentar Nr. 34

Radler

34

ist keine Verniedlichungsform, sondern süddeutsch/österrreichisch. Wird hier nur übernommen, um Buchstaben einzusparen.

Kommentar Nr. 35

@FelixxBln

35

Hallo Felix,

dann sagt man in Süddeutschland Österreich auch "Autler" ( http://www.duden.de/rechtschreibung/Autler ) und "auteln" ( http://www.duden.de/rechtschreibung/auteln ), um Buchstaben zu sparen? ;-)

Kommentar Nr. 36

@Rathler

36

Der Fairness halber muss man aber schon sagen, dass es wenigstens in den innenstädtischen Bezirken nicht mehr wirklich viel Benutzungspflicht gibt. Bereits vor 5 Jahren oder so wurde die Zahl von ~20% Benutzungspflicht-Anteil aller Berliner Radwege genannt.
Da geht es uns hier doch schon deutlich besser, als Radfahrern in anderen Städten.

Weiter in Richtung Außenbezirke und auch in so rückständig autozentrierten Bezirken wie z.B. Charlottenburg gibt es aber tatsächlich noch drastischen Nachholbedarf.

Kommentar Nr. 37

nicht mehr wirklich viel Benutzungspflicht

37

"nicht mehr wirklich viel Benutzungspflicht" heißt z.B. aber auch, dass diese stückchenweise aufgehoben wurde bzw. noch existiert. Z.B. in der Otto-Suhr-Allee wechseln sich Abschnitte mit und ohne schön ab.
Faktisch kommt das aber wieder einer Benutzungspflicht auf der ganzen Länge gleich, denn wenn man als Radfahrer ständig zwischen Radweg und Fahrbahn wechseln würde, begäbe man sich wirklich in Gefahr, da kein Autofahrer mit so einem Quatsch rechnet.

Kommentar Nr. 38

Karsten Strupp am 10. Dezember 2013 - 13:23

38

Dahast Du Recht. Dass Berlin Radfahrer nach wie vor sehr häufig mittels Z.237 genau dort in den toten Winkel von Abbiegern zwingt, wo das im wahrsten Sinne des Wortes besonders fatal ist, ist unverzeihlich.

Kommentar Nr. 39

Radspur - Busse, Taxen frei

39

Aufgrund deiner Anmerkung habe ich die Idee mal noch weiter ausgearbeitet und ausführlich beschrieben:
http://karsten-strupp.de/FAHRRAD/vk-zeichen/

Der Artikel hat auch den Weg ins Blog der Radspannerei gefunden. Ihr seid zur Diskussion eingeladen. (ist auf der Seite unter den Bildern auch verlinkt)

Kommentar Nr. 40

Schutzstreifen in Fahrbahnmitte

40

Diese Forderung sollte unbedingt noch mit in deinen Katalog.

Das Beispiel aus Soest wird per Video vorgestellt im Blog von talradler.de:
http://bit.ly/1aRoPQz

Damit werden Radfahrer definitiv außerhalb der Dooring-Zone geführt und Autofahrer am eng-Überholen gehindert. Außerdem wird sowohl Auto- als auch Radfahrern ganz klar mitgeteilt, wo Radfahrer tatsächlich zu fahren haben.
Die Variante eignet sich vor allem für Straßen mit Mittelinsel, wo Autofahrer nicht zum Überholen auf die Gegenspur ausweichen können und daher gar nicht überholen können, z.B. Hundekehlestraße, Schorlemerallee (1 Dooring-Unfall in diesem Jahr).

Aber auch Rechtsabbiegekonflikte können so vermieden werden, indem solch ein Streifen AUF der rechten Fahrspur statt eines Radstreifens rechts daneben markiert wird. Der Anfang des Jahres in der Heinrich-von-Gagern-Str. von einem rechts abbiegenden LKW getötete Liegeradfahrer wäre vermutlich dankbar gewesen. ...

Kommentar Nr. 41

@moderation

41

@moderation: In meinem Kommentar etwas weiter oben hier im Thread vom 10. Dezember 2013 - 0:00h hatte ich eine kleine Bitte an Sie gerichtet.

Ich wäre dankbar für eine kurze Rückmeldung - auch wenn Sie abschlägig ausfallen sollte.

Vielen Dank im Voraus